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Online Dolmetschen

Welche Voraussetzungen sind für’s Online-Dolmetschen nötig?

laptop videokonferenz teilnehmer
Videokonferenz

Damit eine Videokonferenz gedolmetscht werden kann, brauchen Sie
– sehr gut hörbaren Inhalt
erfahrene Dolmetscher*innen
– eine technische Lösung, um Simultandolmetschen in mehreren Sprachen möglich zu machen

Eine gute Verbindung ist das A und O!

Wie gut Ihr Online-Meeting funktioniert, hängt von allen Teilnehmer*innen ab. Um gut zu hören, brauchen Sie einen guten Download und, um gut gehört zu werden, brauchen Sie einen guten Upload – das ist erst einmal unabhängig von der genutzten Software. Wenn das gegeben ist, egal ob im Büro oder im Home Office, empfehlen wir eine kabelgebundene Verbindung oder zumindest einen Standort in nächster Nähe zum Router.

Hört, hört – ein Selbstversuch zur Notwendigkeit einer sehr guten Audioqualität

Nun möchten Sie für Ihr Online-Meeting Simultandolmetschen. Probieren Sie einmal Folgendes: Stellen Sie die Nachrichten im Radio an. Erzählen Sie nun gleichzeitig laut, was Sie am Vormittag alles gemacht haben. Wenn die Nachrichten vorbei sind, hören Sie mit der Übung auf. Wie war das? Können Sie den Inhalt der Nachrichten zusammenfassen? Konnten Sie die ganze Zeit selbst weitersprechen? Diese Übung verdeutlicht die Notwendigkeit für eine sehr gute Audioqualität, sollen Dolmetscher*innen zum Einsatz kommen.
Das Equipment spielt eine große Rolle. Welche Nachteile Sie von einer zu schlechten Technik haben, sehen Sie in unserer Zusammenfassung:

  • Sie verwenden ein gutes Headset (Kopfhörer-Mikro-Kombi) > Wir dolmetschen Sie gerne!
  • Sie verwenden das Headset Ihres Handys > Wir dolmetschen, was wir hören.
  • Sie verwenden das Mikrofon Ihres Laptops > Wir können Sie schwer dolmetschen.
  • Sie verwenden das Laptopmikro und lehnen sich entspannt zurück > Wir können leider nur den Kopf schütteln.

Das klingt jetzt erst einmal restriktiv, aber Sie werden merken, dass Online-Besprechungen, nicht nur für die Dolmetscher*innen, sondern für alle Teilnehmer*innen angenehmer werden, wenn es gute Verbindungen und Headsets gibt.

Wie funktioniert das Online-Dolmetschen?

Gehen wir nun von tollen Internetverbindungen und der weitverbreiteten Nutzung von Headsets aus. Dann ist es jetzt an der Zeit die passende technische Lösung zu finden.

Hubs – temporär oder permanent

In den letzten Monaten hat sich in der Branche der Dolmetscher*innen und Übersetzer*innen der Begriff Hub etabliert. Ein Hub sind eine oder mehrere Kabinen mit Dolmetschtechnik, Bildschirmen, professioneller Tontechnik und einer Verbindung zu Ihrer Videokonferenz. Viele unserer Technikpartner haben in ihren Lagern feste oder sogenannte permanente Hubs eingerichtet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen temporären Hub bei Ihnen aufzubauen.

Permanente Hubs

Sie schicken uns eine Einladung zu Ihrem Online-Meeting und wir dolmetschen aus dem permanenten Hub in Köln. Über eine App auf dem Smartphone hören alle, die eine Übersetzung brauchen, den Inhalt der deutschen Konferenz dann beispielsweise auf Englisch.
Im Vorfeld laden wir Sie zu einem Probelauf ein. Dieser Test ist nicht nur gut zum Probehören der Übersetzung, sondern auch, um festzustellen, ob alle Redner*innen über gute Verbindungen und Headsets verfügen. Wir empfehlen Ihnen daher, immer die Redner*innen und ein paar Testzuhörer*innen einzuladen und den Test mit zwei, drei Tagen Vorlauf zu planen.

Temporäre Hubs

Wenn Sie über genügend Platz verfügen und den Kontakt zu Ihren Dolmetscher*innen schätzen, baut ein Techniker einen temporärens Hub bei Ihnen im Unternehmen auf. Das ist eine Hybridlösung zwischen klassischem Simultandolmetschen und Online-Dolmetschen. Ein Teil der Veranstaltung findet bei Ihnen statt. Einige Teilnehmer*innen und die Dolmetscher*innen in der Kabine sind vor Ort. Die übrigen Teilnehmer*innen werden per Videokonferenz zugeschaltet. Die Simultandolmetscher*innen bekommen den Ton aus dem Konferenzraum und von der Videokonferenz und ihre Übersetzung wird wieder zeitgleich in die Videokonferenz und auf die Kopfhörer der Teilnehmer*innen vor Ort übertragen. Aufbau und Test finden am Vortag statt.

Unterschiedliche Videokonferenzplattformen

Jetzt kommen die Videochat-Plattformen ins Spiel. Die gängigen Plattformen wie GoTo-Meeting, Skype for Business, GoogleMeet oder MS Teams haben leider keine eingebaute Funktion, die es Dolmetscher*innen erlaubt, simultan zu übersetzen.

Nutzung von Unterkonferenzen nach Sprachen

Wenn für die unterschiedlichen Sprachen mehrere Unterkonferenzen eingerichtet werden, gilt darauf zu achten, dass alle Teilnehmer*innen auch in der richtigen Sprache in die richtige Konferenz sprechen. Die Dolmetscher*innen brauchen oft mehrere Nutzerkonten und arbeiten mit mehreren Laptops oder offenen Tabs. Dieses Setup ist, abhängig von der Anzahl der benötigten Sprachen, sehr komplex. Erfahrungswerte zeigen, dass die technische Einweisung aller Beteiligten vor Veranstaltungsbeginn mehr als eine Stunde in Anspruch nimmt. Wir empfehlen Ihnen eine Person abzustellen, die nur darauf achtet, dass Teilnehmer*innen in den richtigen Konferenzen sind und sich zur richtigen Zeit in der richtigen Konferenz stumm schalten.

Nutzung einer App auf einem separaten Gerät

Wenn wir Ihre Veranstaltung aus dem permanenten Kölner Hub dolmetschen, können Sie die Videokonferenzsoftware Ihrer Wahl nutzen. Die Übersetzung, beispielsweise aus dem Englischen, ist dann in einem separaten Browserfenster oder, bequemer, über eine App auf dem Smartphone zu hören. Die App laden Sie einfach vorher kostenlos herunter. Vereinbaren Sie dazu gerne einen Beratungstermin!

Nutzung von ZOOM

ZOOM ist gegenwärtig die einzige Plattform, die eine integrierte Dolmetschfunktion hat. Mit dieser Funktion können professionelle, erfahrene Dolmetscher*innen für Sie simultan in bis zu sieben Sprachen übersetzen. Sie müssen weder Untermeetings einrichten, noch auf separate Geräte zurückgreifen. Um der Übersetzung zuhören zu können, müssen Sie jedoch den Client herunterladen. Wir empfehlen den Einsatz von ZOOM besonders, wenn Ihre Veranstaltung dialogbasiert ist. Beispiele hierfür sind Sitzungen von Betriebs- oder Aufsichtsräten, Verhandlungen oder Podiumsdiskussionen.

Datenschutz und Videokonferenzen

Die Nutzung von Videochat-Programmen wirft Fragen im Bereich des Datenschutzes auf. Viele Kunden haben besonders gegenüber ZOOM Vorbehalte.
Daher haben wir einige Punkte zusammengestellt:

Datenaustausch mit Dritten: Zoom hatte Anfang 2020 Daten mit Twitter ausgetauscht. Dieser Austausch wurde nach der berechtigten Kritik beendet. Wir empfehlen, sich regelmäßig über den präferierten Videokonferenzdienst zu informieren.

Mitlauschen oder aktives Sprengen (Bombing) der Veranstaltung durch Dritte: Dieses Phänomen betrifft alle Videokonferenzanbieter, die eine Teilnahme per Link ermöglichen. Diese Links können erraten oder per Unachtsamkeit an Dritte verschickt werden, sodass empfohlen wird, immer ein Passwort für ein Meeting zu setzen (Siehe „Sicherheit“ in folgendem Artikel auf Heise). Auch die Nutzung des Warteraums, so wie eingeschränkte Screensharing-Rechte, erhöhen den Schutz. Sofern man sich persönlich kennt, ist auch das Nutzen der Kamera ein einfacher Schritt in Sachen Authentifizierung.

Verteilung von Schadsoftware: Ist der Austausch von Dateien über den Chat innerhalb einer Videokonferenzsoftware erlaubt, können hierüber Sicherheitslücken durch Schadsoftware ausgenutzt werden. Auch wenn Updates diese Lücken stets schließen, ist die Deaktivierung dieser Funktion für eine erhöhte Sicherheit empfohlen.

DSGVO: Zoom bietet für Geschäftskunden die ausschließliche Nutzung europäischer Server an. Hiermit fällt die Nutzung unter europäisches Recht. Auch bei anderen Anbietern ist darauf zu achten, wo die Rechenzentren stehen.

Fehlende End-to-End-Verschlüsselung: Dies kritisierte der Bundesdatenschutzbeauftragte an ZOOM. Aktuell trifft dies auf alle Videokonferenzanbieter, wie auf Heise zu lesen ist, zu. Zoom nutzt zur verschlüsselten Datenübertragung den branchenüblichen Standard TLS ab Version 1.2. Darauf ist auch bei anderen Anbietern zu achten.

Warum sind erfahrene Dolmetscher die beste Wahl?

Wie dieser Beitrag zeigt, ist das Thema Online-Dolmetschen komplex, da nicht nur die Anzahl der Sprachen, sondern auch räumliche, virtuelle und preisliche Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen. Greifen Sie auf unsere Erfahrung in der Beratung und beim Simultandolmetschen online zurück und nehmen Sie zu uns Kontakt auf. Gemeinsam besprechen wir ein professionelles Set-up, das auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Barbara Kagon 14:26