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Remote Interpreting

Unter Dolmetscher*innen sprechen wir bereits seit ein paar Jahren über Remote Interpreting und RSI. Seit 2020 ist das Thema auch in der Veranstaltungsbranche und internationalen Unternehmen angekommen.

Mit diesem Artikel erklären wir, was Remote Interpreting ist und stellen die vom Berufsverband aiic empfohlenen Leitlinien kurz vor.

Was ist Remote Interpreting?

Remote Interpreting bedeutet Ferndolmetschen oder Dolmetschen aus der Ferne. Das heißt, dass die Dolmetscher*innen sich nicht im gleichen Raum befinden wie die Teilnehmer*innen einer Veranstaltung. Sie können sich im Nebenraum befinden. Es kann aber auch sein, dass sie in einem anderen Gebäude, einer anderen Stadt oder einem anderen Land sind.

Frau vor Videokonferenz am Laptop
Videokonferenz

Gelegentlich fragen Kund*innen Remote Interpreting konsekutiv an. Meistens jedoch soll simultan gedolmetscht werden. Dann sprechen wir von Remote Simultaneous Interpreting oder RSI.

Wann kommt Remote Interpreting zum Einsatz?

Remote Interpreting kommt in folgenden Settings zum Einsatz

  • Vor-Ort-Veranstaltung + Dolmetschkonsolen und Kabinen an einem anderen Ort
  • Online-Veranstaltung + Dolmetschkonsolen und Kabinen in einem Hub
  • Online-Veranstaltung über eine Drittanbieter-Veranstaltungsplattform, die Simultandolmetschen vorsieht
  • Videokonferenz komplett über zoom mit Dolmetschfunktion

Was sind die Empfehlungen für Remote Interpreting?

Aus den ausführlichen Leitlinien stellen wir Ihnen folgende Aspekte vor: Teamarbeit, personelle technische Unterstützung und technische Ausstattung und Ausrüstung.

Teamarbeit

Wenn Sie zum Beispiel Ihre Tagung zum Thema politische Partizipation in Europa ins Englische übersetzen lassen möchten, brauchen Sie ein Zweier-Team. Beide Dolmetscher*innen wechseln sich ab und überprüfen die Verdolmetschung auf Richtigkeit.

Daher ist es wichtig, dass das Team auch beim Remote Interpreting miteinander kommunizieren und sich gegenseitig beim Dolmetschen hören kann.

Die beste Lösung ist daher, wenn die beiden Dolmetscher*innen in der gleichen Kabine oder im gleichen Raum sind. Ist das nicht möglich, müssen technische Lösungen improvisiert werden. Diese Workarounds stellen eine zusätzliche Anforderung an die Konzentration der Dolmetscher*innen dar.

Stellen Sie sich zum Vergleich vor, dass Sie gerade eine Videobesprechung mit Ihrem IT-Team leiten, aber zeitgleich schreibt Sie immer wieder ein Mitarbeiter vom Vertrieb an.

Personelle technische Unterstützung

Machen Sie sich und den Dolmetscher*innen das Leben leichter, indem Sie für eine Veranstaltung, die teilweise oder ganz remote läuft, einen technischen Ansprechpartner definieren. Das kann ein Dolmetschtechniker sein, oder jemand aus Ihrer IT oder dem Veranstaltungsmanagement.

Wichtig ist aber, dass sich diese Person mit dem verwendeten Setting sehr gut auskennt und immer für die Dolmetscher*innen persönlich, telefonisch oder per Chat erreichbar ist.

Es wäre schade, wenn Sie beispielsweise Ihre Moderation unterbrechen müssten, um herauszufinden, warum ein Teil der Zuhörer*innen keine Übersetzung mehr bekommt.

Der technische Ansprechpartner weist die Dolmetscher*innen ein und führt einen Test mit Teilnehmer*innen und Dolmetscher*innen durch. Einweisung und Test finden am besten ein bis zwei Tage vor der Veranstaltung statt.

Technische Ausstattung und Ausrüstung – ein Überblick

Wie Sie gesehen haben, gibt es sehr viele unterschiedliche Settings für Remote Interpreting. Daher geben wir an dieser Stelle einen Überblick.

Mikrofone und Kopfhörer

Mikrofone und Kopfhörer müssen den gesamten Frequenzbereich von 125 bis 15.000 Hz widergeben. Wenn alle Teilnehmer*innen Kopfhörer nutzen und immer nur ein Mikrofon offen ist, ist die Hörqualität am besten. So vermeiden Sie auch Rückkopplungen und Echos. Diese Anforderung gilt auch für den Toneingang von externen Quellen wie Laptops und Videokonferenzsystemen.

Dolmetschausstattung beim Remote Interpreting

Die Dolmetscher*innen befinden sich in schallisolierten Kabinen oder völlig ruhigen Räumen. Sie arbeiten mit Dolmetschkonsolen nach ISO 20109 oder mit einem softwarebasierten Interface, das die selben Grundfunktionalitäten erfüllt. Zusätzlich bekommen sie das Bild der Videokonferenz auf einen externen Bildschirm.

Datenverkehr

Bei der Bandbreite sind Download und Upload aller aktiven Teilnehmer*innen zu berücksichtigen. Wir empfehlen einem Upload von mindestens 16 Mbit und einem Download von 50 Mbit.
Die Latenzzeit für Bild und Ton muss deutlich unter 500 ms liegen.

Mehr erfahren

können Sie zu diesem Thema in den Artikeln Online Dolmetschen und Hybrid-Dolmetschen. Wir freuen uns aber auch über Ihren Anruf. Machen Sie gerne einen Beratungstermin aus.

Barbara Kagon 11:08